8 Zeitmanagement-Tipps für (Mama)Blogger

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8 Zeitmanagement-Tipps für (Mama)Blogger

By | 2018-01-11T13:25:52+00:00 22.09.2017|3 Comments

Kaffee in der einen Hand, Kind auf dem Arm, Blick auf den Laptop gerichtet: Der Alltag als Mutter und Selbstständige kann einen schonmal vor gravierende Zeitprobleme stellen. Alles war doch so gut geplant und jetzt ist das kleine Kind hingefallen oder krank geworden, die Technik spielt nicht mit, der Drucker fällt aus oder es ist schon siebzehn Uhr und du hast das Gefühl, NICHTS geschafft zu haben.

Kennst du? Dann helfen dir die folgenden Zeitmanagement-Tipps, wenn mal wieder zu viel auf den To-Do-Listen steht (denn eine Liste reicht irgendwie nie, stimmt’s?)

 

8 Tipps für ein besseres Zeitmanagement

als Blogger-Mama, Selbstständige oder Chaot

 

Es ist uns allen hoffentlich völlig klar, dass die Tipps hier nicht alle für jeden Hans und Franz oder für jede Mia und jeden Ben passen werden. Suche dir die Hilfen heraus, die du ausprobieren willst und teste, was für DICH passt! (Auch das ist Freiheit!)

 

Finde deine Zeitfenster

Wenn ich mal so allgemein darüber sinniere, wann ich noch mehr Zeit für irgendetwas hätte, fällt mir spontan nichts ein. Ein Blick in meinen Kalender hilft allerdings ungemein: Dieses Wochenende ist ausgebucht, nächste Woche hätte ich aber fast immer noch eine halbe Stunde von halb neun bis neun frei, außerdem einen kompletten Nachmittag und zwei Abende.

Ich trage mir alle Zeiten, zu denen ich an nichts arbeiten kann, in meinen Kalender ein und sehe so gleich, wann noch freie Zeitslots existieren. Klar, mit Kind ist das nicht so einfach, aber du kannst ja selbst abschätzen, wann du ein bisschen „Me-Time“ oder Blogzeit einplanen kannst: Während dein Kind schläft? Frühmorgens oder spätabends (ich arbeite beispielsweise oft an Blogartikeln, während mein Mann und ich schon im Bett liegen und Serien gucken. Sollte natürlich mit dem Partner abgesprochen werden, um unnötigen Stress zu vermeiden 😉 )?

Finde Zeitfenster und trage dir klar „Blog“ ein (oder woran auch immer du in dieser Zeit arbeiten willst).

 

Minimiere deine Aufgabenliste

Denkst du vielleicht, dass du zu viel tun musst? Mit einem quengelnden Kind, einem Schreihals und einem kranken Baby ist es fast unmöglich, jede Woche einen Beitrag von 2.000 Wörtern zu schreiben, Bilder dafür selbst zu schießen und alles einzeln auf den sozialen Netzen einzupflegen.

Weniger ist mal wieder mehr. #minimalismuslässtgrüßen

Überlege, welche Aufgaben WIRKLICH gemacht werden müssen, sowohl in deinem (zukünftigen) Business als auch privat:

  • Wie oft musst du staubsaugen, Wäsche waschen, Fenster putzen oder kochen? Kannst du diese Aufgaben irgendwie minimieren (siehe nächster Punkt)?
  • Wie oft schaffst du es wirklich, neue Beiträge für deinen Blog zu veröffentlichen? Ideal ist zwar einmal in der Woche, aber wenn du das nicht schaffst, dann ist es besser, diesen Rhythmus zu verändern. Alle zwei Wochen? Einmal im Monat? Seltener sollte es beim Bloggen jedoch nicht sein.
  • Musst du all diese sozialen Netzwerke bedienen oder reicht vielleicht ein einziges aus?

 

Delegiere Aufgaben

Es gibt so unheimlich viele Möglichkeiten, Aufgaben abzugeben! Allerdings finde ich es wichtig, dass du vorher den anderen Tipp beherzigst: Erstmal die Masse der Aufgaben minimieren und dann überlegen, ob man sie alle selbst machen muss oder ob man sie abgeben kann.

Beispiele aus dem realen Leben, erprobt und für gut befunden:

  • In vielen Familien bringt Papa die kleinen morgens in die KiTa oder den Kindergarten und Mama holt sie mittags ab. Somit kannst du dich morgens lediglich mit dem Anziehen-Zähneputzen-Frühstücken-ach nee, anders herum-Chaos auseinandersetzen und dann drei, vier Stunden arbeiten, bis es Mittag ist.
  • Tools benutzen, die dir die Online-Arbeit erleichtern (Hootsuite, Buffer, MeetEdgar für die ambitionierten Blogger unter uns, Plann oder Unum für Instagram)
  • Automatismen etablieren: Automatischer E-Mail-Verteiler (Newsletter) statt einzelner Mails (geht bei Klick-Tipp, geht bei Mailchimp mit einem kostenpflichtigen Upgrade, geht aber auch bei fast allen anderen Anbietern), automatisches Teilen neuer Blogbeiträge auf Facebook, Twitter und GooglePlus (idealerweise schreibst du die Artikel im freien Zeitfenster und planst die Veröffentlichung für den besten Zeitpunkt vor)
  • Menschen einsetzen: Finde jemanden (z.B. bei Ebay-Kleinanzeigen oder in Facebook-Gruppen), der dir Arbeit abnimmt. Ich habe beispielsweise einige Monate lang den Prozess einer Bloggerin übernommen: Sie hat mir nur den fertig geschriebenen Beitrag geschickt, ich habe alles eingepflegt, den Newsletter vorbereitet und die sozialen Netzwerke bedient.
  • Essen kochen lassen, von Mama oder von einer Haushälterin. Es gibt auch Lieferdienste für Bio-Ware in größeren Städten, sodass das Einkaufen wenigstens wegfällt. Omis und Opis lassen auch für sich einkaufen, warum nicht auch du?
  • Eine Haushaltshilfe einstellen, die Wäsche wäscht, bügelt, Fenster putzt und staubsaugt. Manche räumen auch gleich mit auf.
  • Und so weiter! Werde kreativ! Die Zeit, die du dir so erkaufst, investierst du dann direkt in dein Business (und viele der Kosten kannst du sogar steuerlich absetzen)

 

Mache dir einen (Redaktions-/Aktions)Plan!

„Was soll ich heute schreiben?“

Wenn dir diese Frage ab und zu auf den Geist kommt, dann wird es Zeit für einen Redaktionsplan. Die meisten Blogger scheuen sich, strukturiert und klar an die Vorbereitung ihrer Beiträge zu gehen, aber ich empfinde es als riesige Zeitersparnis, wenn ich nicht ständig überlegen muss, was ich jetzt tun oder schreiben will.

  • Erstelle dir eine Übersicht über deine Blogthemen
  • Welche Probleme haben deine Leser (oder du) bei jedem einzelnen Thema? (Beispiel: Thema Familienbett, Problem: Ich würde gerne das Familienbett aufrecht erhalten, aber ich schlafe dabei viel schlechter als in getrennten Betten)
  • Lege eine Liste mit Beitragsideen an
  • Bediene dich aus dieser Liste
  • Plane, wann du generell Beiträge veröffentlichen willst (z.B. jeden Dienstag um 9 Uhr)
  • Überlege dir die genauen Arbeitsschritte, die bei einem Beitrag anstehen. Beispiel:
    • Zeitfenster ausfindig machen, wann ich einen Beitrag schreiben kann
    • Thema aussuchen (Minimalismus, Mamasein, Onlinebusiness)
    • Beitragsidee überlegen: X Zeitmanagement-Tipps
    • ggf. zur Beitragsidee recherchieren, wenn notwendig (Zeitlimit setzen!)
    • Beitrag schreiben
    • Beitrag korrekturlesen
    • Bild schießen und bearbeiten oder im Internet finden
    • Thumbnail aus dem Bild erstellen
    • Beitrag planen
    • Newsletter planen, der auf den Beitrag verweist
    • ggf. Verbreitung in den sozialen Netzwerken planen, wenn nicht automatisiert

Mit einer solchen Checkliste siehst du nicht nur, wo du deine Arbeitsschritte verkürzen kannst, sondern kannst sie auch einfach Punkt für Punkt abhaken, ohne weiter nachzudenken (ein bisschen den Kopf ausschalten tut ja mal ganz gut).

 

Wenn möglich, nutze deinen Biorhythmus

Manchmal ist dein Kind genau dann wach, wenn du gerade schlafen willst – wer kennt das nicht? Manchmal kannst du aber auch dann arbeiten, wenn dein Kind müde ist.

Möglichweise gehört du zu den Nachtigallen, die morgens um fünf oder halb sechs aufstehen können und gleich produktiv sind (wenn ja: willkommen im Club! 🙋🏻). Oder du bist eine Eule, die am besten von Mitternacht bis nachts um zwei an ihrem Business arbeitet. Jeder Biorhythmus ist anders.

Klar, wenn du Mama bist, dann nimmt dein Kind keine Rücksicht auf deinen Biorhythmus, aber du kannst dich selbst am besten einschätzen: Finde heraus, wann du am produktivsten bist und versuche, in dieser Zeit zu arbeiten.

 

Vergiss den Druck

Wichtig: Setze dich nicht unnötig unter Druck und Stress. Es sind schon viel schlimmere Dinge passiert als dass ein Beitrag verspätet oder gar nicht online gegangen ist. Ja, Kontinuität ist beim Bloggen wichtig, aber du bist es dir selbst und deiner Familie schuldig, immer auf dich zu achten und deine Bedürfnisse ernstzunehmen! Niemand möchte, dass du in ein paar Monaten ein Burn-Out hast, weil du das Gefühl hast, dieses und jenes unbedingt tun zu müssen (und es dann nicht schaffst).

 

Mache Feierabend

Wenn du von zu Hause aus ein Business führst oder aufziehst, denkst du ständig darüber nach. Ich spreche aus Erfahrung, wenn ich dir sage, dass es das Familienleben stören kann, wenn man mit dem Kopf ständig woanders ist. Führe also einen klaren Zeitpunkt ein, an dem du einfach Feierabend hast (und wenn es nachmittags von eins bis fünf ist). In dieser Zeit checkst du keine E-Mails, bist nicht in den sozialen Medien verfügbar und überlegst dir keine neuen To-Dos für deinen Blog oder dein Business. Sei in dieser Zeit einfach nur du selbst und unternimm etwas mit deinen Liebsten. Zeit ist unser wertvollstes Gut!

 

Verzichte auf Dinge, die dich nicht glücklich machen

Diesen Grundsatz aus der Minimalismus-Welt möchte ich gerne aufs Zeitmanagement übertragen. Seit ich meine E-Mails nur noch ein- bis zweimal am Tag abrufe und klar kommuniziere, dass ich keinen WhatsApp-Gruppen zugefügt werden will, bin ich viel entspannter und kann mich richtig gut konzentrieren. Niemand ruft mich mehr tagsüber an, „weil ich ja zu Hause bin“, und ich habe kein schlechtes Gewissen mehr, wenn ich nicht zum Kaffeeklatsch komme, weil ich eine Deadline einhalten will. Es bringt so viel Freiheit, einfach zu seinen Prioritäten zu stehen!

 

Was sind deine Top-Tipps?

Hilf mir und unseren anderen freien und wunderbaren Müttern dabei, ihre Zeit effizienter zu gestalten! Ich bin sehr auf deinen besten Tipp gespannt. Ab damit in die Kommentare!

About the Author:

Will von allem zu viel. Mamablogger. Autorin von Liebesthrillern. "Ich habe so viel Spaß, weil ich mein Leben so ernst nehme."

3 Comments

  1. Eve 18. Dezember 2017 at 14:21 - Reply

    Hi Annika,

    Ich habe zwar (noch) keinen Blog…Aber Zeit zum Schreiben nehme ich mir meistens wenn die Kinder morgens im Kiga sind oder abends, wenn sie schon schlafen. Bald kommt das Dritte:) und dann muss ich schauen wie unser Alltag wird und wann ich Zeit finde.

    Den Tipp mit „Essen kochen lassen“ könnte ich umsetzen…da geht bei mir täglich viel Zeit drauf (koche eigentlich gerne und gesund). Aber hier mein Tipp: öfter mal doppelte Portionen kochen, bei denen man die Hälfte einfrieren und dann an einem anderen Tag einfach aufwärmen kann.

    Schöner Blog! 🙂

    Liebe Grüße

  2. Anja 12. Januar 2018 at 20:26 - Reply

    Liebe Annika,

    darf ich deinen Blog eigentlich auch Lesen, wenn ich keine Mama bin? (Frau bin ich aber definitiv! 😉 )

    Großes Lob jedenfalls an dieser Stelle von mir für diesen Blog! Ich lese auch auf deinen anderen Seiten sehr gern und hab schon viel gelernt.

    Liebe Grüße
    Anja

  3. Magret 22. Januar 2018 at 22:35 - Reply

    Hallo Annika! Deine Minimalismus-Strategien sind mir sehr sympathisch. Ich versuche immer, mir meine Aufgaben so zu zerstückeln, dass ich pro Tag nur einen kleinen Haps habe. Wenn ich mehr mache, arbeite ich eben vor. Aber das Anfangen fällt leichter und automatisch habe ich genug Puffer eingeplant.

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