Bloggen für Anfänger: Wie du in 10 Schritten deinen eigenen Blog ins Leben rufst

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Bloggen für Anfänger: Wie du in 10 Schritten deinen eigenen Blog ins Leben rufst

By | 2018-01-11T13:25:52+00:00 23.10.2017|2 Comments

Bloggen ist in aller Munde – manchen schmeckt es, anderen nicht. Wenn du mit dem Gedanken spielst, selbst einen Blog ins Leben zu rufen, dann helfen dir diese 10 Schritte dabei, es von Anfang an erfolgreich hinzukriegen.

Spoiler: Teilweise werden die Punkte natürlich nicht in der Tiefe behandelt, wie es notwendig wäre, damit wir hier keinen zuuuu langen Artikel haben, an dessen Ende deine Augen schon vom vielen Lesen weh tun. Wenn du dich auf dem Blog umsiehst, wirst du schnell feststellen, dass es zu jedem Punkt weiterführende Artikel gibt.

Ich habe die Punkte unterteilt in:

  • Gedanken vor dem Start
  • Deinen Blog erstellen
  • Jetzt haben wir den Blog – und dann?

Viel Spaß schon jetzt beim Umsetzen! Merke dir diesen Artikel am besten auf Pinterest, um ihn wiederzufinden:

In 10 Schritten zum eigenen Blog | frei & wunderbar

 

Teil 1: Bevor du ein Wort schreibst

Je nach dem, wie hoch dein Ehrgeiz ist, mit deinem zukünftigen Blog einmal Geld zu verdienen, lohnt es sich, bereits vor dem ersten Mausklick ein paar Gedanken dahingehend zu investieren, was dieser Blog einmal werden soll.

 

Schritt 0: Kommerziell oder privat?

Willst du einfach so über dein Leben erzählen und andere an deinen Gedanken teilhaben lassen oder möchtest du langfristig auch ein bisschen Geld verdienen? Je eher dein Herz in Richtung „Ich möchte vom Bloggen leben“ schlägt, desto wichtiger ist es, von vornherein ein paar Schranken so einzustellen, dass der Blog dir später Geld bringen kann.

Natürlich kannst du dich jederzeit umentscheiden – in beide Richtungen. Ich gehe in meinem Artikel davon aus, dass du langfristig mit deinem Blog Geld verdienen möchtest.

 

Schritt 1: Wähle dein Thema / deine Nische

Diese alte Leier wieder! Ja, eine Nische oder ein Thema sind wichtig. Ich könnte dir jetzt einen langen Vortrag darüber halten, warum man sich in einem Markt eine Nische aussuchen soll, aber lass uns einfach gleich zum Fazit springen: Du suchst dir ein Thema aus, das du leidenschaftlich liebst und überlegst dir, was für Menschen das interessieren könnte.

Beispielsweise kannst du die Themen „Fotografie“ und „Kinder“ kombinieren und einen Blog ins Leben rufen, wie man seine Kinder auch als Amateur schön in Szene setzt. Oder vielleicht bist du eine ambitionierte Näherin und möchtest Schüler an dieses Thema heranführen (die ja heute Nähen kaum noch in der Schule lernen).

Was auch immer es ist, versuche dich an der Formel „Worüber möchte ich schreiben + wer soll das lesen = Thema des Blogs„.

Lege dich auf jeden Fall auf einen Leserkreis (Zielgruppe) fest!

 

Schritt 2: Wie nenne ich den Blog?

Blognamen sind manchmal wirklich schwer zu gebären. Entweder sie sind zu lang oder es gibt sie schon, manchmal fällt einem auch einfach kein Wortspiel und keine Alliteration ein, die passen könnte.

Gleichzeitig macht es aber auch sehr großen Spaß, sich einen Namen zu überlegen – ganz so wie bei unseren echten Babys auch 😉

Überlege dir zuerst, wonach deine zukünftigen Leser suchen werden, wenn sie zum Thema deines Blogs recherchieren. Angenommen, du möchtest tatsächlich einen Blog über Fotografie erstellen, der sich an Mütter richtet, die mit ihren Haus-DSLRs ihre Kinder in den besten Momenten einfangen möchten. Dein Schwerpunkt dabei ist die so genannte „Candid Photography“, also ungestellte Fotos.

Wonach suchen Mütter vermutlich, wenn sie zu diesem Bereich Tipps haben wollen? Ich tippe auf Suchbegriffe wie „ungestellte fotos“, „natürliche fotos von kindern“, „natürliche posen“ und so weiter (einfach mal selbst Google bedienen).

Kannst du aus diesen Begriffen (Keywords) einen guten Namen machen?

Am besten ist natürlich, wenn dein Begriff zudem auch noch eine Emotion hervorruft. „frei & wunderbar“ klingt nach Weite, Klarheit, Freiheit und für mich auch nach Meer 😉 Als weiterer Name stand „Bloggen mit Baby“ im Raum, was weitaus weniger Emotionen hervorruft. Gleichzeitig weiß man bei „frei & wunderbar“ allerdings nicht gleich, worum es geht, weshalb ich einen „Claim“ (Slogan/Beschreibung) brauche.

 

Wenn du einen Namen hast, checke mal, ob die passende Domain („www.freiundwunderbar.de“) noch frei ist. Falls ja: Go!

 

Schritt 3: Domain registrieren und Social Media sichern

Im nächsten Schritt wird es dann mit deinem Blog akut. Du hast ein Thema und einen Namen, nun wird es Zeit, dem ganzen Leben einzuhauchen.

Wir registrieren nun deinen Blognamen. Ich persönlich bin schon seit vielen Jahren bei Allinkl.com* und kann dir nur empfehlen, dich dort mal umzusehen. Es gibt dort auch eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie du deine Domain registrierst (ist wirklich ziemlich einfach).

Wenn dein Blog privat sein soll und/oder du keine großen Ambitionen hast, kannst du auch einen Anbieter wie WordPress.com oder Blogger.com nehmen. Dort ist die Einrichtung des Blogs noch einfacher, jedoch hast du auch immer den Firmennamen im Blog, zum Beispiel www.freiundwunderbar.wordpress.com. Das sieht nicht nur unprofessionell aus, sondern verlangt von deinen Lesern auch manchmal viel Tipperei. Meine Empfehlung ist ganz klar, von vornherein zu einem professionellen Dienst zu gehen, denn dann steigt gleich auch deine Motivation, dich wirklich hinter das Blogprojekt zu klemmen.

Und wenn du schon dabei bist: Sichere dir doch auch gleich die passende Facebookseite (oder andere Accounts, auf denen du zukünftig aktiv sein willst).

 

Teil 2: Deinen Blog erstellen

 

Schritt 4: Den Blog erstellen

Nun kommen meine Lieblingsschritte! Hol dir einen neuen Kaffee, zücke dein Notizbuch und lass uns kreativ werden!

Wenn du eine Domain erstellt hast, dann stellt sich die Frage, auf welcher Plattform du deine Webseite bzw. deinen Blog laufen lassen willst. Es gibt da sehr, sehr viel Auswahl, vom Baukastensystem über völlig frei programmierbare Varianten.

Ich selbst nutze am liebsten WordPress. Dort gibt es unter WordPress.org die Variante, bei der du deine Webseite auf einem eigenen Server (z.B. dem von allinkl.com) hochlädst, und die Variante, wo „wordpress“ mit im Namen steht (das ist dann auf WordPress.com).

Wenn du von Beginn an professionell rüberkommen willst, wähle die Variante von WordPress.org. Du kannst dir im Internet tausende Tutorials ansehen, wie du eine Seite dort erstellst – wenn du bei allinkl bist, dann kannst du hier eine Anleitung sehen.

 

Schritt 5: Das Aussehen (Theme) deines Blogs bestimmen

Endlich lassen wir die Technik größtenteils hinter uns und kommen zu den schönen Dingen: Wir ziehen dem Blog ein Kleid an. Ein hübsches, natürlich.

Das Aussehen deines Blogs wird durch das so genannte „Theme“ bestimmt. Es gibt Millionen verschiedener Themes, aus denen du wählen kannst. WordPress bietet selbst welche an, aber es gibt auch unzählige Drittanbieter. Ich habe selbst schon sehr viele ausprobiert, teilweise kostenlos, teilweise bezahlt (bezahlt ist meistens besser, weil es mehr Optionen gibt und man bei Fragen den Support anschreiben kann).

Es ist von Vorteil, wenn du Englisch sprichst, weil die meisten Themes auf Englisch sind. Empfehlen kann ich dir beispielsweise „Elegant Themes“ oder du suchst dir ein passendes Theme bei themeforest.com.

Im Zweifelsfall solltest du, wenn du bisher gar keine Berührungen mit dieser Art von Technik hast, zeigen lassen, wie das alles geht oder jemanden beauftragen.

 

Schritt 6: Gestalte deinen Blog (Corporate Identity)

Glückwunsch, Technik-Genie! Du hast deinen Blog installiert und dir ein zu dir und dem Thema passendes Theme ausgesucht, nun kommt der künstlerische Teil. Entscheide dich für eine Corporate Identity.

Das heißt, werde dir über „deine Farben“, Schriften, Formen und dein Logo klar. Möchtest du alles eher in Pastelltönen halten oder darf es knallig sein? Welche Farbe dominiert, welche setzt Akzente?

Wenn du Pinterest nach „color palette“ suchst, bekommst du ein paar Ideen, welche Farben gut miteinander harmonieren. Springt dir etwas ins Auge, das dich begeistert?

Durchsuche zudem dein Theme nach Schriftarten. Bei manchen Themes kann man die Google Fonts einstellen, suche dir auch hier zwei Schriftarten aus, die deine Persönlichkeit und die des Blogs widerspiegeln: Eine für Überschriften und eine für den Text.

Tipp: Wenn deine Überschrift schnörkelig und verspielt ist, dann sollte der Text eher nüchtern sein.

Wenn du möchtest, kannst du natürlich noch Plugins installieren und eine Sidebar einrichten.

 

Schritt 7: Schreibe Beiträge

Bevor dein Blog offiziell online geht, schlage ich dir vor, dass du ein paar Beiträge schreibst. Ein Laden in der Fußgängerzone würde ja auch nicht überall „Neueröffnung“ schreiben und die Türen aufreißen, wenn noch keine Produkte in den Regalen stehen, oder?

Also: Schreibe fünfzehn bis zwanzig Artikel, die genau die Fragen beantworten, die deinen Lesern unter den Nägeln brennen.

 

Schritt 8: Launche den Blog

Der englische Begriff „Launch“ hat sich mittlerweile bei uns für die Veröffentlichungsphase durchgesetzt. Launchen heißt nichts anderes als, dass dein Blog nun offiziell live und erreichbar ist.

Erzähle deinen Facebookfreunden, Instagram-Followern, Twitter-Followern und jedem, den du kennst, von deinem Blog. Wenn du möchtest, erstelle Visitenkarten (natürlich alles im Sinne der Corporate Identity). Mache auf den Blog aufmerksam!

 

Teil 3: Und jetzt?

 

Schritt 9: Werde bekannt

Sorge dafür, dass dein Blog in aller Munde ist (wie eingangs bereits erwähnt). Suche dir andere Blogs, bei denen du Gastbeiträge verfassen kannst und kommentiere die Blogs, die mit deinem um Aufmerksamkeit konkurrieren. Sei kollegial, gib Tipps, und verlinke deinen Blog überall, wo es angebracht ist: In deinem Facebook-Profil, in deiner E-Mail-Signatur, auf den sozialen Netzwerken, und so weiter.

Schreibe kontinuierlich weiter und überlege dir, wie du mit deinem Blog Geld verdienen möchtest.

 

Schritt 10: Verdiene Geld mit deinem Blog

Voraussetzung, um mit deinem Blog Geld zu verdienen, ist, dass du die Probleme deiner Leser lösen kannst. Deshalb eignen sich private Blogs nur bedingt zum Geldverdienen – das geht fast ausschließlich über Kooperationen mit Unternehmen und über Affiliate-Marketing. Wenn das dein Ding ist, dann nur zu!

Ich persönlich komme ja aus der Schriftstellerei und bin deshalb immer dafür, selbst etwas zu erschaffen: Einen Onlinekurs, ein White Paper, Webinare, herunterladbare PDFs, Vorträge, Workshops, … deiner Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt. Überlege dir ein Produkt, das die Probleme deiner Leser lösen kann. Wenn du beispielsweise deinen Blog darüber hast, wie Mütter ihre Kinder in Alltagssituationen ablichten können, sodass es auch noch gut aussieht, dann könntest du dazu einen Workshop vor Ort anbieten oder einen Onlinekurs ins Leben rufen, der den Müttern Schritt für Schritt zeigt, wie sie ihre Kameras richtig einstellen und wann sie den Auslöser drücken sollten, sowie Tipps zur Nachbearbeitung.

 

Bei allem, was du tust: Hab Spaß!

Bloggen ist nichts, womit man von heute auf morgen reich wird. Es können viele Monate ins Land ziehen, bis sich mehr als 30 Leser im Monat auf deinen Blog verirren und bis du alles gelernt hast, was nötig ist, um den Blog zu monetarisieren. Auch wenn ich dir sehr gerne dabei helfen möchte, müssen wir doch ehrlich bleiben: Bloggen ist vor allen Dingen eine Leidenschaft und wenn du nach einem halben Jahr keine Lust mehr hast, dann ist Bloggen vielleicht nicht das Richtige für dich (oder dein Thema hat dich doch nicht so sehr gepackt wie du dachtest).

Mach dir nicht zu viel Druck. Je mehr du dir selbst beibringen möchtest, desto länger dauert es, bis du Erfolge verzeichnest (allerdings sparst du damit natürlich Geld).

Die meisten Blogs verdienen im ersten Jahr kein Geld, sondern konzentrieren sich darauf, ihre Reichweite auf- und auszubauen. Es gibt Ausnahmen und ich denke, mal kann durchaus im ersten Jahr Geld verdienen, aber gerade wenn du als Anfänger neu dazukommst, kann es ein paar Monate dauern, bis alles läuft.

Lass dich nicht entmutigen, sondern überprüfe, woran an es liegen könnte.

 

Schreib mir gerne in den Kommentaren, wo es bei dir hakt, wovor du Angst hast oder wo du nicht weiterkommst und ich versuche dir zu helfen.

About the Author:

Will von allem zu viel. Mamablogger. Autorin von Liebesthrillern. "Ich habe so viel Spaß, weil ich mein Leben so ernst nehme."

2 Comments

  1. Ruby 12. Januar 2018 at 10:16 - Reply

    Hi Annika, nach der Lektüre des Artikels habe ich den Schriften meines Blogs erstmal ein schickes Kleid angezogen – da bin ich am Anfang in der ganzen Aufregung, die mit dem Start einer neuen Sache einhergeht, total drüber weggekommen. Und die voreingestellte Schrift war anscheinend so neutral und „normal“, dass es mir in den letzten Monaten selbst gar nicht mehr aufgefallen ist. Gut, sich immer wieder zu hinterfragen und danke, dass du die passenden Materialien bereit stellst. LG, Ruby 🙂

    • Annika 12. Januar 2018 at 10:47 - Reply

      Hallo Ruby, das freut mich natürlich, wenn es gleich Wellen schlägt 😉 Mir geht es selbst auch oft so, dass ich nach Monaten meinen Blog ansehe und plötzlich denke: Also irgendwie ist das ganz schön langweilig 😀
      Viele liebe Grüße an dich!
      Annika

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