Das erste Weihnachtsfest zu dritt

Weihnachtsbaum

Der Baum steht. Matthias legt Kerze für Kerze die Lichterkette auf die Äste. Im Hintergrund läuft “Fröhliche Weihnacht überall” in der Version von Rolf Zuckowski. Noch ein mal schlafen, dann ist Heiligabend.

Ich hatte mir vorgestellt, dass wir gemeinsam den Baum schmücken, aber es kommt anders (es wundert mich eigentlich nicht, schließlich kenne ich meinen Mann und weiß, dass er sich jedes Jahr am 23. Dezember mit seinen Freunden auf einen zwei drei x Glühwein trifft). Wir fahren zu dritt in den Nachbarort zur Glühweinbude unseres Vertrauens – für uns gibt es leider nur Bier bzw. Tee, denn wir verzichten diesen Advent auf Zucker.

Matthias bleibt, ich fahre mit Johanna zurück. Als die kleine Maus schläft, kommt der magische Teil des Abends: Der Baumschmuck. Aus einer gewöhnlichen Tanne wird ein Weihnachtsbaum.

Weihnachtsbaum

 

Heiligabend

Als ich klein war, haben wir den heiligen Abend bereits am Morgen gefeiert (ehrlich gesagt hielt das an, bis ich mit meinem Mann zusammengezogen bin 😉 Der ist nämlich der Meinung, dass Heiligabend auch erst abends ist, aber ich für meinen Teil plädiere mit Nachdruck dafür, den ganzen Tag zu feiern!).

Meine Eltern sind geschieden und wieder verheiratet (also … mit neuen Partnern natürlich 🤪), was bedeutet, dass ich nicht nur vier Eltern habe (mit den Schwiegereltern sogar 6), sondern auch nicht nur eine Schwester, sondern 2 Schwestern und 3 Brüder (oder, wenn man die Schwiegerseite mitzählt, 4 Schwestern und 3 Brüder, alle jeweils mit Partnern und teilweise mit Kindern). Eine ganz normale Patchwork-Familie also. Und jeder, der in ähnlichen Verhältnissen lebt, weiß, dass Weihnachten nicht weniger als eine generalstabsmäßige Planung erfordert, wenn man allen gerecht werden will:

Den einen Tag will man bei Elternpaar A sein, die sind dann aber selbst bei XY eingeladen; eigentlich sollen alle am 1. Weihnachtstag mittags bei C essen, das geht aber nicht, weil D und E immer bei F sind am ersten, aber am zweiten sind wir schon bei G eingeladen, und so weiter.

Wir haben uns vorgenommen, dass wir nur in diesem Jahr noch das Bäumchen-wechsel-dich-Spiel spielen und durch die Gegend fahren. Ab 2019 werden wir die Omas und Opas zu uns einladen.

Heiligabend verläuft letztlich in diesem Jahr so, dass wir morgens bei meiner Mama und ihrem Mann sind, zusammen mit meiner Schwester und ihrer Familie und meinen beiden Stiefgeschwistern und ihren Partnern. Auch M., das jüngste Familienmitglied mit gerade mal ein paar Wochen, ist da und wird von allen freudig bestaunt.

 

 

Von Oma und Opa gibt es u. a. eine Kugelbahn*

 

 

 

Der 1. Weihnachtstag

 

Auch wenn es im Vorfeld meistens ein großes Kuddelmuddel ist, wer wann zu wem kommt, hat sich in den letzten Jahren eine kleine Routine eingeschlichen: am ersten Weihnachtstag zu Papa und am zweiten Weihnachtstag zu den Schwiegereltern. Auch in diesem Jahr feiern wir zunächst einmal den Weihnachtsgottesdienst in unserer Gemeinde:

Weihnachtsgottesdienst

und sind anschließend dann bei meinem Papa und seiner Frau.

Dieses Jahr hat Johanna Oma und Opa sogar für sich alleine und darf sich über die ganzen Geschenke hermachen.

 

 

 

Es gibt u. a. ein Steckspiel mit Zoo-Tieren und ein Xylophon mit Kugelspiel (Affiliate-Link).

 

 

Am interessantesten ist natürlich die Verpackung.

 

 

Der 2. Weihnachtstag

 

Als Weihnachtsfan bin ich ja immer ein bisschen traurig, dass diese Feiertage so schnell vorbei sind. Kaum hat man die Lichter an die Fenster angebracht, Plätzchen gebacken und die Krippe aufgestellt, muss man auch schon wieder alles abbauen … Gut, dass es noch den 2. Weihnachtstag gibt, an dem wir so richtig schlemmen können.

Leider ist es schon sehr dunkel, sodass ich nur ein paar Bilder machen kann:

 

 

Hier gibt es von Oma und Opa und den Tanten und Onkel unter anderem ein Fädelspiel* und ein Scharnierspiel*.

 

 

Das erste Weihnachten mit Kind wird mir sicherlich immer in Erinnerung bleiben. Schenken ergibt endlich wieder Sinn 😀 (mein Mann und ich schenken uns nie etwas, weil das für uns nur in Stress ausartet und wir uns lieber gemeinsam Dinge kaufen, die uns glücklich machen).

Bei dem ganzen Essen, den Geschenken, dem Lachen und den tollen Stunden vergessen wir jedoch nicht, warum wir überhaupt Weihnachten feiern. Ja, es ist das “Fest der Liebe”, allerdings der Liebe von Gott zu den Menschen – in erster Linie.

Wir sind unendlich dankbar, dass Gott seinen Sohn auf die Erde gesandt hat, um uns zu ermöglichen, ihm nahe zu sein, indem er für unsere Sünden gestorben ist.

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