Tipps für Blogger-Anfänger

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Tipps für Blogger-Anfänger

By | 2018-01-11T13:25:52+00:00 1.01.2018|1 Comment

Aus irgendeinem Grund interessierst du dich für das Bloggen. Vielleicht liest du selbst gerne Blogs, lässt sich von Pinterest inspirieren und landest so auf den tollsten Seiten oder aber du hast gehört, dass man damit sogar Geld verdienen kann.

Aber ist Bloggen das Richtige für dich? Ist es überhaupt noch „in“? Wie fängt man damit an? Kann das jeder oder sollte man dafür etwas Spezielles mitbringen? Und wie kann man damit „erfolgreich“ sein?

Fragen über Fragen, von denen wir ein paar im Folgenden beantworten. Es folgen: 7+1 Tipps, wenn du mit dem Bloggen anfangen möchtest.

 

1: Schreibe über ein Thema, das dich langfristig begeistert

Statistisch gesehen ist die Säuglingssterberate bei Blogs extrem hoch: 9 von 10 Blogs überleben nicht bis zu ihrem ersten Geburtstag. Einer von mehreren Gründen, warum das ist so, ist die Themenwahl:

Wenn du über das Thema, um das sich der Blog drehen soll, nicht jahrelang schreiben willst, dann lohnt sich ein Blog für dich nicht. Gerade Bloggen gehört zu den Methoden, die sich häufig erst nach Monaten, manchmal Jahren auszahlen (je nach dem, wie hart du am Blog arbeitest). Klingt das für dich so verlockend wie eine Fußpilzbehandlung, dann lass es lieber.

Wie gesagt, ist ein Blog eine langfristige Sache, für die du viel Zeit und Mühe einplanen musst, ehe es zum Selbstläufer wird. Zwar kannst du es innerhalb eines Jahres schaffen, mit dem Blog Einnahmen zu erzielen (von denen du vielleicht sogar leben kannst), aber dennoch wollen neue Beiträge geschrieben werden.

Das geht nicht, wenn du nicht zu 150 % für dein Thema brennst. Ich könnte es jedenfalls nicht 😉

Wenn du natürlich ein sehr disziplinierter Mensch bist, schaffst du es vielleicht auch, ohne dass dich das Thema bis ins kleinste Detail interessiert, aber seien wir ehrlich: Bloggen sollte Spaß machen. Such dir also ein Thema aus, für das du brennst.

 

2: Sei du selbst

Schon klar, das steht wohl auf allen Seiten, die sich irgendwie mit dem Thema „Mach deinen Blog bekannter“ und „Mach deinen Blog zu einer Marke“ beschäftigen (dieser Tipp findet sich zudem in jedem YouTube-Video über mehr Reichweite, egal ob wir von Instagram, Facebook oder was anderem reden).

Wir erfinden das Rad damit nicht neu, aber es ist doch wichtig, sich immer wieder Gedanken darum zu machen, was der eigene Blog eigentlich widerspiegeln soll.

Es gibt diesen schönen Merksatz von Oscar Wilde:

Sei du selbst, alle anderen gibt es schon.

Und so ist es doch auch! Wenn jemand deine Beiträge liest und dich persönlich auf einem Event kennenlernt, sollte er keinen Unterschied erkennen.

Nichts ist schlimmer als wenn dich jemand bei einem Treffen in Echtzeit nicht wiedererkennt, weil du dich online vollkommen anders gegeben hast als offline.

Um das zu erreichen, „sprichst“ du mit deiner persönlichen Stimme. Du schreibst, wie du bist (oder wie du sein willst). Manche Leute sind witziger als andere, manche fluchen viel, sprechen sehr umgangssprachlich und andere zaubern mit Worten.

Das alles ist okay.

 

7+1 Tipps, wenn du bloggen willst

Finde einfach heraus, womit du dich gut fühlst und zögere nicht, Artikel darüber zu lesen, wie man seine Blog-Stimme klarer hervorbringt.

 

3: Setze dir Ziele für 1, 3 und 5 Jahre

Zugegeben: Ich bin ein Planer. Ich plane meine Romane bis ins letzte Detail, ich plane meinen (Arbeits)Tag so gut es eben geht, ich schreibe Einkaufslisten und To-Dos und ich habe klare Ziele für mein Leben und für mein Business.

Wenn du das bisher noch nie ausprobiert hast, dann kann ich dich nur dazu ermutigen, es unbedingt zu probieren! Oft helfen dabei auch Jahresplaner* oder extra Zielplaner* (extra für Mamis 🙂 ). Mache dir klar, wo dein Blog in einem Jahr, in drei Jahren und in fünf Jahren stehen soll:

  • Wie viele Beiträge willst du bis wann geschrieben haben?
  • Wie viele Besucher möchtest du pro Monat haben?
  • Wie viel möchtest du monatlich verdienen und womit?

Achte dabei daraus, dass deine Ziele so genau wie möglich sind („50 Beiträge veröffentlichen“ statt „mehr als jetzt“), messbar (am besten mit Zahlen arbeiten), attraktiv (setze dir hohe Ziele!), realistisch (du solltest sie schon erreichen können, aber eben mit Anstrengung) und terminiert (in einem Jahr, in drei Jahren).

 

4: Tritt professionell auf, mit eigener Note

Nichts gegen einen süßen Blog, bei dem man sofort sieht, dass ihn jemand ohne technisches Verständnis ins Leben gerufen hat: Auch diese Blogs muss es geben und es ist eine nette Erfrischung, wenn man mal auf so einen ganz kleinen, privaten Blog stößt.

Aber wenn du Geld verdienen möchtest und beispielsweise von Kooperationspartnern ernstgenommen werden willst, dann solltest du eine professionelle Webseite machen. Mit professionell wirkenden Fotos.

Wenn du selbst keine Lust verspürst, dich in die Materie einzuarbeiten, spare auf einen Techniker/Webdesigner, ehe du mit deinem Blog online gehst. Der erste Eindruck zählt!

Falls du Lust hast, dich näher mit dem Thema auseinanderzusetzen und selbst eine Webseite ins Leben zu rufen, dann informiere dich. Lies beispielsweise ein WordPress-Buch* oder belege einen passenden Kurs. Klicke dich durch die unzähligen Tutorials auf YouTube. Das gilt besonders für die Mamas, die ihren Blog ohne Budget starten wollen: Wer kein Geld investieren kann, muss eben seine Zeit investieren.

(Meine Empfehlung ist allerdings immer, lieber einen Onlinekurs zu buchen als drei, vier, fünf Monate Zeit in eigene Recherche zu stecken – aber vielleicht siehst du das anders.)

 

5: Konzentriere dich auf zwei Vertriebskanäle zum Aufbau

Irgendwie muss dein Blog ja bekannt werden. Nur zu schreiben und dann zu hoffen, dass jemand durch Zufall auf deine Artikel stößt, ist zwar möglich, aber nicht empfehlenswert.

Es gibt unzählige Möglichkeiten, deinen Blog bekannter zu machen. Um dich nicht zu verzetteln, überlege dir maximal zwei Vertriebswege, die du aufbauen willst, ehe du auf andere ausweichst. Welche das sind, ist dir ganz selbst überlassen:

  • Facebook
  • Instagram
  • YouTube
  • Pinterest
  • Newsletter-Marketing
  • Offline-Marketing
  • SEO-Marketing
  • Kooperationen mit anderen Bloggern
  • und so weiter

Wie du diese Dinge nutzen kannst, lernst du hier im Blog und natürlich auch im Internet allgemein.

 

Tipps zum Bloggen

 

6: Brainstorme von Anfang an ein Produkt (Ziel)

Wenn du vor hast, mit deinem Blog langfristig Geld zu verdienen, solltest du von Anfang an überlegen, wie du das anstellen möchtest.

Möchtest du Produkte vorstellen, die dir Firmen zur Verfügung stellen? (Kooperationen)
Möchtest du Affiliate-Marketing betreiben?
Möchtest du aufgrund deines Expertenwissens Vorträge halten oder Workshops geben?
Möchtest du Onlinekurse anbieten?
Möchtest du Bücher über „dein Thema“ verkaufen?
Möchtest du über Anzeigen und Banner Geld verdienen?

Oder vielleicht strebst du eine Kombination aus mehreren dieser Möglichkeiten an?

Arbeite dich rechtzeitig in die Themen ein (mein Blog hilft dir dabei) und überlege dir, wie du mit deinem Blog langfristig Einnahmen generieren willst. Allen Methoden ist gemein, dass sie besser klappen, je mehr Besucher du auf deinem Blog hast.

 

7: Verbessere dein Schreiben und schreibe kontinuierlich

Eine wichtige Komponente bei deinem Blog ist deine Schreibstimme. Viele Menschen (resp. Blogs) lassen sich über die gleichen Themen aus, aber sie unterscheiden sich darin, WIE sie es tun.

Bist du eher ein flapsiger, umgangssprachlicher Typ? Dann schreibe so, wie du sprichst. Magst du lieber gut ausformulierte Sätze und richtest dich mit deinen Texten auch an Menschen, die das wertschätzen? Dann arbeite an deiner Ausdrucksweise.

Aber: Achte auf die Rechtschreibung! Es ist sehr anstrengend, einen Text zu lesen, der so viele Fehler hat wie Paris Touristen.

Ich bin davon überzeugt, dass eine authentische, wiedererkennbare Stimme bei deinem Blog letztlich das Zünglein an der Waage sein wird, das entscheidet, ob jemand dir folgt oder nicht.

Und ein Wunsch in eigener Sache: Lerne den Gebrauch des korrekten Imperativs. Wenn ich noch einen Blogbeitrag lese, in dem „Les“ statt „Lies“, „Nehm“ statt „Nimm“ oder „Geb“ statt „Gib“ steht, komme ich persönlich zu dir und korrigiere es 😀

 

Extra-Tipp: Mache dir immer klar, warum (Motivation)

Es wird Zeiten geben, in denen wirst du das Gefühl haben, der Blog (oder dein Business) ist mehr Pflicht als Spaß. Je nach dem, wie ernst du das Ganze nimmst, kann dabei auch Stress entstehen:

Ich muss heute noch ein Foto für Instagram posten.
Morgen soll der neue Beitrag online gehen und ich habe noch nichts geschrieben.
Was kann ich meinen Newsletter-Abonnenten zu Weihnachten Gutes tun?
Verdammt, warum klappt das alles mit der Technik hier nicht?

Vielleicht hast du auch innerhalb der ersten zwölf Monate den Gedanken, wieder aufzuhören (wie oben erwähnt: 9 von 10 Blogs schaffen es nicht über das erste Jahr). Wenn dies der Fall ist, mache dir klar, warum du überhaupt angefangen hast.

Schreibe es auf.

„Ich blogge über XYZ, weil …“ und dann sei ehrlich.

Ich blogge beispielsweise über Möglichkeiten, vom Schreiben zu leben, weil ich vielen Autoren helfen will, dass sie ihre Träume erreichen, so wie ich meine erreicht habe. Ich betreibe diesen Blog, weil ich einfach nicht dabei zusehen kann, wie viele Mütter ihr Potenzial eines unabhängigen, freien Lebens verschwenden, weil sie nicht wissen, welche wunderbaren Möglichkeiten es gibt, mit einem Online Business Geld zu verdienen.

Was ist dein Antrieb?

 

Deine Fragen

Hast du Fragen zum Thema „Wie fange ich mit dem Bloggen an“? Dann schreib sie bitte als Kommentar hier drunter und ich werde sie dir sehr gerne beantworten.

 

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7+1 Tipps, wenn du mit dem Bloggen anfangen willst

About the Author:

Will von allem zu viel. Mamablogger. Autorin von Liebesthrillern. "Ich habe so viel Spaß, weil ich mein Leben so ernst nehme."

One Comment

  1. Marie-Theres Schmetterer 12. Januar 2018 at 11:34 - Reply

    Liebe Annika!
    Danke für all die guten Tipps. Ich bin erst in den Startlöchern mit meinem Blog. Nicht weil ich nichts weiß, worüber ich schreiben will. Ich habe bereits Tonnen davon. Momentan kämpfe ich noch mit der Technik, freue mich aber über die guten Fortschritte der letzten Tage. Da ich fast 40 Jahre Latein und Englisch unterrichtet habe und vor allem Latein ein Anliegen war, soll auch mein Blog Latein und Antike heißen. Ich möchte all die wunderbaren Dinge, die ich in meinem Unterricht bearbeitet und erlebt habe, meinen KollegInnen und (ehemaligen) SchülerInnen – und natürlich auch anderen Menschen, die sich für die Themen interessieren – zur Verfügung stellen.Schön, dass man bei einem Blog eine persönliche Stimme haben kann und nicht so schrecklich wissenschaftlich sein muss. Und der Spruch ‚Will von allem zu viel‘ dürfte auch auf mich zutreffen. Ich habe vier mittlerweile erwachsene Kinder und die wunderbare Möglichkeit mit meinen fünf Enkelkinder viele Dinge neu zu durchleben, die ich von meinen Kindern her kenne, eine Wohnung in -Wien und ein Haus in einem kleinen Dorf, aber leider keine Katzen mehr. Sie haben mein Leben fast dreißig Jahre begleitet. Da ich meine offizielle Schulkarriere abgeschlossen habe, bleibt endlich Zeit mich meinem zweiten großen Hobby, dem Schreiben zu widmen. Das erste ist Singen.
    Ich wünsche dir von Herzen alles Gute für das große Abenteuer Geburt und Leben mit Kind(ern). Minimalismus in dieser Hinsicht ist gut. Meine Tochter, deren drittes Kind jetzt 15 Monate ist, behauptet, man brauche vor allem Windeln für Kinder, alles andere ergibt sich mehr oder weniger von selbst. Kinderkleidung erbt man oder bekommt sie geschenkt, Babynahrung ist kaum relevant, wenn frau stillt, und das Kind schläft so und so bei den Eltern. Und mitnehmen kann man es auch recht oft. Also: mach es dir so einfach wie möglich. Beim Stillen kann man wunderbare Projekte ausbrüten. Und was das Planen anbelangt: eine Freundin hat einmal über ihren Erstgeborenen gesagt: ‚Bevor mein Kind geboren war, habe ich schon sein ganzes Leben durchgeplant. Er hat gleich alles zunichte gemacht, er war das falsche Geschlecht. In diesem Sinne nochmals alltes Gute!!!

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