Wer und warum

  So entstand „frei & wunderbar“ .

Es ist fünf vor halb zwölf an einem Montagvormittag und ich kann endlich ein paar Minuten Zeit freischaufeln, um an dieser Webseite zu arbeiten. Meine Tochter Johanna (geboren im Januar 2018) macht gerade ein längeres Nickerchen. Das Wohnzimmer ist so aufgeräumt, dass man wieder Besuch empfangen könnte und die Kaffeemaschine rödelt zum dritten Mal an diesem Morgen.

Also, wo fange ich an? Wie weit zurück soll uns der Zug der Vergangenheit bringen, um dort auszusteigen, wo der Geburtsbahnhof von „frei & wunderbar“ gebaut wurde?

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Es war einmal … ein kreatives Kind.

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Annika Ostern 1989

Das bin ich mit ungefähr 2 Jahren

Ich bin Schriftstellerin, ergo kenne ich mich gut mit der Erstellung von Romanfiguren aus. Es ist als Autor wichtig, zu wissen, was einer Figur in der Vergangenheit zugestoßen ist, denn das beeinflusst ihr Verhalten in der Gegenwart.

Lassen wir den Zug also einen ersten Zwischenstopp in meiner Kindheit machen. Keine Sorge, wir hüpfen nur kurz auf den Bahnsteig und sind sofort wieder unterwegs. Kein längerer Aufenthalt.

Ich gehöre zu den Kindern, die immer sehr kreativ waren und ihre Umwelt mit Warum-Fragen in den Wahnsinn trieben. Ich weiß, ich weiß: Du denkst, jedes Kind hat diese Warum-Phase und es ist normal. Meine Mutter hat mir aber versichert, dass es bei mir schon ins Extreme gegangen ist. Ich habe mich mit einem schlichten „Das weiß ich leider auch nicht“ nicht zufrieden gegeben. Diese Neugierde ist bis heute geblieben.

Mit fünf habe ich Lesen und Schreiben gelernt und sobald ich das konnte, habe ich Geschichten geschrieben. Schon damals war mir klar, dass ich Autorin werden wollte. Ich war wissbegierig und kreativ.

Für meine Schullaufbahn war das ideal: Wo sonst kann man sich in so vielen völlig verschiedenen Bereichen austesten? Sachkunde, Religion, Deutsch, Englisch, Werken, Physik, Bio, Mathe, und so weiter … ich liebte die Herausforderungen – obwohl ich auf Mathe gut und gerne hätte verzichten können.

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Wenn kreativ nicht mehr gefragt ist

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Doch je älter ich wurde, desto mehr fühlte ich mich in meiner Kreativität beschnitten. Ich war kein Kind mehr und plötzlich musste ich mich irgendwelchen Regeln unterwerfen, die für mich oft nicht einmal Sinn ergaben.

Ich musste Fächer wählen, auf die ich mich spezialisieren wollte. Für Bauchladenpersönlichkeiten bietet die Schule nämlich keinen Platz – und das Berufsleben auch nicht.
Ich musste mich für eine Studienrichtung entscheiden. Für einen Beruf.

Für einen Mann – aber das fiel mir leicht und hier bin ich tatsächlich sogar sehr gerne auf nur eine Auswahlmöglichkeit festgelegt 😉

Annika Ehemann

Copyright by Karlis Kalnins“

Ich arbeitete im Marketing („erstmal was Ordentliches lernen, statt Künstler zu werden“) und lernte, dass ich mich auf eine Sache festlegen musste, wenn ich erfolgreich sein wollte, beispielsweise indem ich ausschließlich Liebesromane schrieb und mir damit einen Namen machen würde.

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„Finde deine Nische“ – Mist, wo hab ich sie nur hingelegt?!

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2012 entdeckte ich YouTube für mich, fing aber erst 2015 an, dort aus meinem Leben als Autorin zu berichten (zwischenzeitlich hatte ich nämlich ein paar Liebesromane geschrieben und meinen Blog „vom Schreiben leben“ gestartet). Ich habe lange Zeit versucht, mir dort etwas aufzubauen, aber regelmäßig verlor ich den roten Faden aus den Augen und fand andere Fäden: grüne, blaue, violette, pinkfarbene und schwarze … alle erschienen mir irgendwie interessant, aber für jemanden, der neu auf mich stieß, war es verwirrend.

Der erhoffte „Erfolg“ blieb aus, wenn man ihn in Aufruf- und Abonnentenzahlen misst.

Zwar schaffte ich es, mir eine Existenz als Schreibcoach aufzubauen (wo ich mich, ganz Marketingtante, natürlich auf eine Nische stürzte und dort zur Expertin wurde), aber das war und ist immer nur ein Teil von mir.

Mein wahres ICH blieb auf der Strecke. Ich versuchte es mit verschiedenen Techniken: Zunächst wollte ich mich darauf spezialisieren, anderen Müttern beizubringen, wie sie Bloggerinnen werden und davon leben können (das hatte ich ja mit „vom Schreiben leben“ erfolgreich gemacht). Aber der Funken sprang auf meiner Seite nicht über.

Dann wollte ich mich auf Erziehungsthemen festlegen, denn ich bin glühender Verfechter bedürfnisorientierter Erziehung. Aber auch hier verlor ich schnell das Interesse.

„Finde deine Nische“ sagt das Marketing. Fand ich aber nicht.

Alles, was ich anfing, wurde mir nach einer Weile zu langweilig.

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Wofür stehe ich?

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Es war nicht klar, wofür ich eigentlich stand. Bin ich eine Autorin, die aus ihrem Schriftstellerleben berichtet? Oder bin ich eine Bloggerin, die Tipps zum Schreiben gibt? Oder bin ich eine Mutter, die über ihren Alltag mit dem ersten Kind schreibt? Vielleicht bin ich ja auch Dichterin, Songtexterin, Geschichtenschreiberin, Malerin oder Fotografin.

Oder all das.

Ich möchte mich auf dieser Webseite nicht beschneiden lassen. Was du hier findest, kannst du oben bei „Bauchladenmutter“ nachlesen.

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Warum „frei & wunderbar“?

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Ganz einfach: Weil das mein Leben ist. Ich bin fast völlig frei in meinen Entscheidungen und habe mir ein Leben kreiert, das ich nur als wunderbar bezeichnen kann.

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Was ist ein „Projektbuch“?

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In einer erst kürzlich durchlebten Mini-Krise fiel mir das Buch „Du musst dich nicht entscheiden, wenn du tausend Träume hast“ wieder in die Hände. Dort geht es um so genannte „Scanner-Persönlichkeiten“ – vielbegabte Menschen, die sich nicht auf „die eine“ Leidenschaft festlegen können, sondern immer wieder neue Interessen zu ihrer ultimativen Leidenschaft erklären, was allerdings nie lange anhält.

Bauchladen-Menschen eben.

Im dortigen Buch empfiehlt die Autorin uns „Scannern“, ein so genanntes Projektbuch ins Leben zu rufen. Ein Buch, in das einfach ALLES reinkommt, mit dem man sich gerade beschäftigt, egal, ob es Rezepte sind, Ideen für ein Baumhaus, Notizen zu einem Roman oder eine Erinnerung an Omas Geburtstag.

Diese Seite ist mein virtuelles Projektbuch.

Sie wurde nicht für dich gemacht, sondern für mich.

Damit verstoße ich gegen alle Regeln guten Marketings – und das fühlt sich verdammt gut und richtig an.

Wenn du willst, begleite mich ein Stück des Wegs. Hüpf auf den fahrenden Zug auf, halte dich gut fest und lass uns mal sehen, wohin er uns bringt.

Die drei wichtigsten Dinge

1.

Es ist extrem schwer für mich, mich in eine Schublade zu begeben. Deshalb fungiert dieser Blog als Spielwiese der Kreativität: Texte, Videos und Fotos, alles verbunden durch das, woraus das Leben besteht:
Geschichten.

2.

Freiheit und Gleichberechtigung stehen in großen Lettern auf meiner Fahne. Du bist höchstwahrscheinlich Mutter, aber du bist auch eine Frau, ein Mensch, der sein Leben am besten führen kann, wenn er sich möglichst frei fühlen kann.

Deshalb teile ich hier mit dir Einblicke in unser freies, wunderbares Leben. Vielleicht kann es dich dazu inspirieren, auch dein Leben etwas freier zu gestalten.

3.

Hier gibt es keine Ordnung, was die Themen angeht. Hauptsächlich dreht sich alles um mein Leben als Mutter der wunderbarsten Tochter der Welt, aber auch meine Gedanken, Probleme und andere Dinge, die mir so einfallen, wie Gedichte oder Rezepte, haben ihren Platz.

frei und wunderbar

Meine Vision

Eine Welt, in der Menschen die Freiheit haben, ihr Leben genau so zu gestalten, wie sie es sich wünschen.

20 facts about me

1.

Mein Name ist Annika.

2.

Ich bin im Juli 1987 geboren worden.

3.

Zu meiner Familie gehören:
Mein Mann M.
Unsere Tochter Johanna (*01/18)
Unsere Pudelhündin Dana (*05/07)

Außerdem:
Meine Eltern, Stiefeltern und Schwiegereltern
Meine Schwester mit ihrem Mann und ihrer Tochter
Meine Schwägerinnen und Schwager mit ihren Kindern
Meine 4 Stiefgeschwister mit ihren Partnern und Kindern
sowie meine Oma,
meine Stiefgroßeltern
und meine Schwiegeroma.

Tanten, Onkel und weitere Verwandte lasse ich jetzt mal weg 😉

4.

Ich schreibe Geschichten, seit ich schreiben kann und wollte schon als Kind Autorin werden.

5.

Ich habe 2013 meinen ersten Liebesroman veröffentlicht, konzentriere mich mittlerweile aber eher auf Liebesthriller.

6.

Mit 10 Jahren habe ich begonnen, Geige zu lernen. Mit 15 hatte ich allerdings keine Lust mehr und habe hingeschmissen. Ich spiele noch einmal in der Woche in einem Instrumentenkreis in meiner Gemeinde.
Ach ja:

7.

Ich bin gläubig und gehe zweimal wöchentlich in den Gottesdienst.

8.

Ich bin Linkshänderin.

9.

Ich habe Englisch, Französisch und Spanisch gelernt und das kleine Latinum. Sprechen kann ich nur noch Englisch.

10.

Wenn ich etwas nicht weiß, recherchiere ich so lange im Internet, bis ich eine zufriedenstellende Antwort gefunden habe.

11.

Meine Mutter ist nur 20 Jahre älter als ich.

12.

Ich bin 30 Jahre älter als meine Tochter.

13.

Mit 10 Jahren wollte ich Tierärztin werden, bis ich bei einem Tagespraktikum in einer OP in Ohnmacht gefallen bin.

14.

Ich esse unheimlich gerne Grünkohl nach Ammerländer Art mit Pinkel (ja, so heißt die Wurst!) und Kochwurst.

15.

Zwischen 10 und 26 habe ich unzählige Stunden mit meinen „Sims“ verbracht und Generation um Generation in die Welt gesetzt.

16.

In einem parallelen Leben wäre ich gerne Weltenbummler geworden.

17.

Ich habe kein Lieblingsbuch, Lieblingslied, -farbe oder andere Dinge, bei denen man sich auf eine einzige Sache festlegen soll.

18.

Derzeit interessiere ich mich sehr für bedürfnisorientierte Erziehung, Minimalismus und Nachhaltigkeit.

19.

Das Meiste, das ich kann, habe ich mir selbst beigebracht und an Punkt X mit der Hilfe von Profis weiter verbessert.

20.

Laut diverser Internettests gehöre ich zu den „hochsensiblen Personen“ (HSP).
Who cares.